..RICHTIG ZITIEREN
"..drum besser wär's [gewesen], daß nichts entstünde[n sei]."
"Die rote, oder die blaue Pille...?" Es kommt mir irgendwie falsch vor mit einem Zitat aus Matrix anzufangen. Ich hab mir auch nicht gemerkt welche die "richtige" von den zwei Pillen ist. Die Rote? Macht jedenfalls wahrnehmungspsychologisch irgendwo Sinn.
Der für das letzte Jahrtausend (..okay - eher Jahrzehnt..) des Bewegtbildes durch und durcher prägende Film, suggeriert uns in dieser Szene es gäbe eine "richtige" und eine '"falsche" Entscheidung bezüglich der Wahl der Pille. Es gibt also NUR Rot, oder Blau = richtig, oder falsch. Warum gibt es kein "Gar nix mach ich!" und "Das werde ich ganz bestimmt nicht schlucken!"? Ich glaube, weil so wischi-waschi-, und weder-noch-Definitionen im richtigen Leben (als Graustufen zwischen "richtig" und "falsch" bekannt, und in Streit- und Kompromissmanövern oft und gerne zitiert) zwar durchaus berechtigt und notwendig, im Film jedoch meist absolut uninteressant sind.
Zu Beginn seines Studiums der [whatever-] Geisteswissenschaften wird dem noch hoch motivierten Studienanfänger beigebracht richtig zu zitiern. Mit allem drum und dran, das heißt: Fortlaufende, hochgestellte Zahlen hinter Ausdrücken, die dem Leser möglicherweise unbekannt sein könten, oder Begriffen aus anderen Fachrichtungen etwa, Zitate in Anführungszeichen, beziehungsweise eingerückt (sofern länger als eine Zeile - je nach Studiengang manchmal auch kursiv, oder eben nicht), Fußnoten haben einer Schreibkonvention zu entsprechen, der folge geleistet werden muß. Entscheidend ist es sich konsequent an eine Zitiernorm zu halten - und so sieht sie dann aus, die Konsequenz:
Gonzo-Journalismus:
„Gonzo steht im amerikanischen Englisch für außergewöhnlich, exzentrisch, verrückt. Diese journalistische Richtung wurde vom amerikanischen Schriftsteller Hunter S. Thompson zu Beginn der 70er Jahre begründet. Charakteristisch ist die subjektive Schreibweise des Autors, der selbst Teil des berichteten ist. So vermischen sich reale, autobiographische und oft auch fiktive Erlebnisse. Sarkasmus, Schimpfwörter, Polemik und Zitate werden als Stilelemente verwendet. Die Arbeitsweise entspricht nicht den Anforderungen an Journalisten, die zum Beispiel der deutsche Pressekodex1vorgibt.“
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1) VERFASSER1, Vorname1; VERFASSERX, VornameX: Titel - Untertitel. Bd. x. x. Aufl. Ort : Verlag, JJJJ, S. x
"I feel the same way about disco as I do about herpes."
"I feel the same way about disco as I do about herpes."
[Hunter S. Thompson]
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[..Fortsetzung folgt..: HIER!!]