..[s]UP[per]CUT
..desweiteren soll mich Thompsons radikalst beabsichtigt „falsche“ Vorgehensweise (er selbst bezeichnete seinen Gonzo-Stil als „professionellen literarischen Amoklauf“) dazu ermutigen anmaßenderweise abgehoben, exzentrisch und non-fundiert weiterzutrashen!
Da wir gemäß dem schweizer Psychologen Carl Gustav Jung ohnehin allesamt unsere Gedanken aus ein und dem selben Becken aus Vorstellungen, Ideen, Träumen und Bildern (im Sinne von Symbolen und sogenannten Urbildern) –kurzum aus dem kollektiven Unbewussten- beziehen, soll es mir an dieser Stelle erlaubt sein wissenschaftlich FALSCH vorzugehen und weitere Quellenangaben, ob falsch oder richtig getippt untern Tisch fallen zu lassen. [Ich gelobe gewissenhaft zu gestehen, wenn ich eigentlich keine Ahnung von der Materie habe, oder zu beichten, daß ich bis eben Hunter S. Thompson und Doctor Gonzo nur als Johnny Depp und Benicio del Toro aus Terry Gilliams Verfilmung kannte, deren Vorlage ich nicht gelesen habe]. Desweiteren werde ich (wie der belesene Leser bereits festgestellt haben sollte) auf die Richtigkeit der Kommas2 und vor allem der ss-trallala-Regeln2 ebenso wenig Wert legen, wie auf den Inhalt dieses Essays3.
Der Inhalt ist mir umso wertvoller! denn eine salonfähige Gliederung existiert, auch wenn ich sie nach Fertigstellung des Textes vergessen werde, um das ausgedruckte Manuskript Abschnitt für Abschnitt auseinanderzuschneiden, und dann beliebig wieder zusammenzukleben werde. Am Montag werde ich dann dem Verleger einen Karton voll loser, zerfetzter und mit Kaffe, Rotwein und anderer Substanzen besudelter Seiten zukommen lassen. Zum Teil zerkrumpelt, zerknüllt und gar zerrissen. Dieser wird daraufhin (wie einst schon zu Hunter S. Thompson) sagen:
"I don't know what the f**k you're doing, but you've changed everything. It's totally gonzo!"
[..wie das zerschneiden, zerreißen oder zerfetzen digitaler Inhalte funktionieren soll finden wir hinter diesem LINK..] Als eine hierzu artverwandte "Schreibtechnik" sollte man folgerichtig an dieser Stelle die fast schon populär bekannten Prozeß des Auseinander-schneidens und falsch wieder Zusammenklebens beschriebener Papierfetzen erwähnen.
Den Literaturwissenschaftler hört man in diesen Fällen den Fachterminus „Cut-Up“ verwenden. Ich nehme an, daß es sich bei diesem Modus Operandi nicht um eine Marotte der Autoren handelt(e), sondern vielmehr um eine logische Konsequenz, denn sie waren allesamt -und ausnahmlos- vollgepumpt mit Allem substanziell möglichen.
"In the magical universe there are no coincidences and there are no accidents. Nothing happens unless someone wills it to happen."
[William S. Burroughs]
Dem bekanntesten Mann, dem die geistige Vaterschaft der erwähnten „Cut-Up-Technik“ zugeschrieben wird habe ich folgende Anekdote aus meinem Leben zu verdanken:
..CUT TO:
INT. LECTURE HALL, KNECHT-RUPRECHT-UNIVERSITY; DAY
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[*..Fortsetzung folgt HIER!!]
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3) FALSCH!